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Montag, 20. Dezember 2010

Deutsche Schulbücher schrecken Firmengründer ab

Tobias Kaiser schreibt in Welt-Online in der Rubrik »Kinderleicht« einen sehr lesenswerten Artikel über die Desinformationspolitik zum Thema Wirtschaft in unseren Schulbüchern. Er schreibt unter anderem:
»Unternehmer wurden dargestellt, als seien sie keine normalen Menschen, als sei es etwas Unnatürliches, eine Firma zu gründen“, sagt Andrä. „Da wurde unterschieden: Es gibt normale Menschen und es gibt Unternehmer.“ Das liegt auch an den Beispielen, denen Schüler in den Büchern begegnen. Dort tauchen häufig die historisch bedeutenden Gründer großer Firmen auf: Friedrich-Karl Henkel etwa, der Gründer gleichnamigen Konzerns, der Persil und den Pritt-Klebestift herstellt.
Anhand der Lebensläufe solcher Menschen stellen Schulbücher gerne große gesellschaftliche Veränderungen dar, etwa die Ausbreitung der Industrie am Ende des 19. Jahrhunderts oder den Wiederaufbau der zerstörten deutschen Wirtschaft nach dem Zweiten Weltkrieg. Das ist sinnvoll, weil Geschichte so anschaulich beschrieben wird. Aber Kinder und Jugendliche können sich nur schwer vorstellen, einen Großkonzern zu gründen – zumal die Zeiten, die beschrieben werden, weit in der Vergangenheit liegen... [...]. Es kann sein, dass ich in der Schule so wenig über Wirtschaft gelernt habe, weil meine Lehrer immer nur in der Schule waren“, überlegt Andrä. „Erst in der Grundschule, dann im Gymnasium, dann auf der Uni und dann gleich wieder zurück an die Schule zum Unterrichten. Die haben ihr ganzes Leben lang in einer Parallelwelt gelebt, die mit dem Wirtschaftssystem nichts zu tun hat.«
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1 Kommentar:

Anonym hat gesagt…

I am not sure why I have come to love swarovski so much maybe because it is Austrian and I love Austria!